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SolarWorld


Das deutsche Unternehmen SolarWorld wurde 1998 gegründet und ist heute eines der größten internationalen Solarstromtechnologieunternehmen, das sich mit der Produktion sowie dem Vertrieb von Solarstromtechnologie beschäftigt. Unter dem vollen Namen SolarWorld AG hat der Konzern seinen Hauptsitz in Bonn, wird jedoch von elf weiteren Standorten in insgesamt acht Ländern vertreten. 1999 ging SolarWorld an die Börse und wurde im Juni 2003 in den Prime Standard der Deutschen Börse aufgenommen. Im TecDax wurde die Aktie ab Ende 2004 notiert, der Aktienindex für erneuerbare Energien und der ÖkoDAX folgten.

Insgesamt werden weltweit etwa 2600 Menschen bei SolarWorld beschäftigt. Die größte Fertigungsstätte befindet sich in Freiberg, doch inzwischen ist der Konzern mit einer weiteren großen Produktionsstätte in Hillsboro, im US-Bundesstaat Oregon, vertreten. Seit diesem Ausbau ist SolarWorld auch in den USA zum größten Anbieter kristalliner Solarstromtechnologie geworden. In Frankreich, Spanien, Singapur oder Südafrika hat das Unternehmen mittlerweile ebenfalls Standorte. Der Gesamtumsatz belief sich im Jahr 2011 auf 1,0 Milliarden Euro.

SolarWorld war lange führend in der Branche, doch mit der Krise in der Solarindustrie im Jahr 2011 geriet das Unternehmen zusehends ins Schleudern und konnte seitdem nur noch rückläufige Umsätze verzeichnen. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres belief sich der Verlust bereits auf fast die Hälfte des Umsatzes. Der harte Preiskampf und die langfristige und unwirtschaftliche Abnahmeverpflichtung für Silizium machen dem Konzern zu schaffen. Zudem ist die Nachfrage deutlich gesunken, seit Anfang 2012 bekannt gegeben wurde, dass man die Förderung durch das EEG kürzen würde.

Auch heute noch müssen die Anleger des Unternehmens geduldig bleiben. Der Vorstandsvorsitzende Frank Asbeck gab bekannt, dass weitere gravierende Einschnitte nötig seien, um das Unternehmen aus den gröbsten finanziellen Schwierigkeiten heraus zu ziehen. Insgesamt ist der Konzern mit rund einer Milliarde Euro verschuldet. Experten sind der Meinung, dass SolarWorld nicht nur etwas für den Schuldenabbau tun müsse, sondern dass auch dringend ein Konzernumbau nötig sei.

Quelle: Statista


Neuer Weltrekord für den Wirkungsgrad von Solarzellen


Schon lange versuchen Wissenschaftler, eine Solarzelle zu entwerfen, die es möglich macht, preiswerten Solarstrom anbieten zu können. Nun ist den Empa-Wissenschaftlern (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) offensichtlich ein Durchbruch gelungen. Die Schweizer haben Dünnschichtsolarzellen auf einer flexiblen Plastikfolie mit einem neuen Wirkungsgrad von 20,4 Prozent (was einem Rekordwert entspricht) für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie entwickelt. Hierzu mussten auf Basis von CIGS-Halbleitern Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid Zellen produziert werden, um einen Wirkungsgrad von 20,4 Prozent zu erreichen.

Die Entwicklung günstiger und dennoch effizienter Zellen, die in großen Mengen produziert werden können, wäre in der Solarbranche ein wahrhaftiger Durchbruch. Der Wirkungsgrad von über 20 Prozent entspricht einem absoluten Rekord, der bisher bei 18,7 Prozent gelegen hatte und von demselben Team unter der Leitung von Ayodhya N.Tiwari im Frühjahr 2011 aufgestellt worden war. Dieses Team ist bereits seit Jahren damit beschäftigt, verschiedene Dünnschichttechnologien zu entwickeln und zu untersuchen, mit Erfolg. Denn so konnte seit dem Jahr 2005 der einstige Rekord von 12,8 Prozent aus dem Jahr 1999 immer weiter gesteigert werden.

Angewendet werden können die flexiblen Solarmodule besonders für die großflächige Errichtung von Solaranlagen, beispielsweise in großen Solarparks, auf Dächern oder an Fassaden. Auch auf tragbaren Elektronikgeräten wären sie jedoch denkbar. Weitere Kosteneinsparungen können durch die praktische Rolle-zu-Rolle Herstellungstechnik erreicht werden. So habe man in baldiger Zukunft endlich die Gelegenheit dazu, Solarstrom erschwinglich zu machen. Die nächste Aufgabe wird es sein, die Technologie zusammen mit Partnern aus der Industrie für technische Anwendungen hochzuskalieren, damit auch großflächige Module hergestellt werden können.

Um auf den neuesten Wert zu kommen, mussten die Eigenschaften der Licht absorbierenden CIGS Schicht, die bei reduzierten Prozesstemperaturen aufgetragen wird, weiter optimiert werden. Die entwickelten Solarzellen übersteigen so nun sogar den Rekordwert von 20,3 Prozent für CIGS Solarzellen auf Glas. Zudem entspricht er dem höchsten Wirkungsgrad, der mit polykristallinen Siliziumsolarzellen erreicht werden kann.

Quelle: Statista